
Zweifel, Ziele & Zucker
Was ist der Unterschied zwischen einem Problem und einem Dilemma? Ein Problem ist eine Fragestellung, die final gelöst werden kann, z.B. eine mathematische Gleichung. Ein Dilemma ist eine Fragestellung, bei der alle Antworten einen Anteil richtig und falsch haben, die Optionen somit bewertet werden müssen und es keine finale, richtige Antwort gibt. Zum Beispiel die Frage nach dem Abbruch einer Schwangerschaft oder aktuell, dem guten Umgang mit narzisstischen Politikern. Dilemmas und der gute Umgang damit machen unser Leben aus – ja vielleicht ist das ja sogar die Kunst des Lebens: diese Entscheide klären zu können und heiter den eigenen Weg zu gehen, ohne sich selbst mit der anderen Option zu vergleichen. Hier und heute geht’s um drei Fragestellungen, die wir immer wieder von unseren ambitionierten Kunden und Gästen hören.
Zweifel
Ein interessanter Widerspruch: Positiv denkende Menschen erreichen ihre Ziele besser und heiterer, und gleichzeitig ist es so, dass es die Optimisten in wirklich schwierigen Situationen am härtesten haben (Untersuchung bei Kriegsgefangenen, Stockdale Paradox). Wie können wir in dieser Welt und in diesen Zeiten positiv denken und gleichzeitig unseren Optimismus dämpfen?
Und wie lösen wir, typischerweise in Change-Situationen, das Dilemma auf, dass Zweifler und Bremser viel Aufmerksamkeit bekommen, die Voraus-Läufer und mutigen Pioniere jedoch den Unterschied machen, die neuen Wege finden und auch gestärkt werden müssen?
Eine Möglichkeit in Teams: Die Zweifler in die Verantwortung für die Qualität nehmen und unter «Zweifel – Wächter des Gelingens» ihren Standpunkt abholen.
Variante für Einzelpersonen: Formulieren Sie Ihren Optimismus UND Ihre Zweifel. Denn man kann nur die Themen lösen, die auf dem Tisch liegen und angesprochen werden. Spielen Sie also zumindest mit sich selbst bewusst und deutlich mit offenen Karten.

Ziele
Was sind denn heutzutage noch schlaue Ziele? Insbesondere in der aktuellen VUCA-Welt, in der wir irgendwo zwischen Staunen und konkretem Reagieren auf sich ändernde Rahmenbedingungen stehen? Wir werden gerade oft gefragt: Sollen wir umso zielbewusster Kurs halten oder agil sein und flexibel reagieren? (Schönes Dilemma!)
Die provokative Ansage von Herrn Scott Adams lautet: «Verlierer haben Ziele – Gewinner haben Systeme». Die psychologische Evidenz (z.B. Lee, Locke & Latham) und weitere: «Je unklarer das Ziel oder die Aufgabe, umso wichtiger und wirkungsvoller sind Mastery-Goals». Also wie im Kampfsport; weil der Kampf nicht planbar ist, hilft ein Schwarzer Gürtel und die Meisterschaft dahinter schon mal ganz grundsätzlich.
Vielleicht lösen Sie das Dilemma genau mit diesem Mastery-Gedanken: Fragen Sie sich also: «Was müssen wir jetzt können?» Vielleicht auch, was kann meine Konkurrenz? Dieser Blick auf die Fähigkeiten und der Fokus auf das Erreichen von Meisterschaft hilft – je mehr Unsicherheit umso deutlicher – Ihr Erfolgs-System zu bauen.
Wenn Sie aus unternehmerischem Interesse Ziele haben, dann ist Ende März ein guter Moment, um nach 25 % des Jahr zu überlegen: Was von der Jahresplanung funktioniert, weil wir es können? Was ist neu? Und wie nehmen wir uns die Zeit und Energie, das zu lernen, was jetzt gefragt ist?
Wenn Sie aus sportlichem Interesse Ziele haben, und an ihrem System als Athlet arbeiten wollen: am 26. April macht unser Sportpsychologe und ONEDAY Guide Dominik Büttler eine Frühlingsaktion zum Thema «Claritiy To Win».

Zucker
Vereinfacht gesagt, hören wir von unseren Kunden und Gästen oft dieses Dilemma: Wir wollen Spitzenleistung, die Extra-Meile als Normalfall, High-Performance-Teams als Standard, aber bitte mit Balance und nachhaltiger Ausgeglichenheit, wenn möglich im 9 to 5 Job, inklusive Home-Office.
Spitzen bedeuten immer auch Täler, dafür kann man die Dolomiten anschauen. Oder sind die Hochebenen der Anden das bessere Bild? Was ist der Trick, der mehrmals hintereinander funktioniert, um noch einen Gang höher schalten können?
Die philosophische Meta-Antwort: Lösen Sie Ihr Ego-Seele Dilemma. «Wenn ich all meine Ziele erreicht habe und alles passt, finde ich Frieden.» sagt das Ego. «Ich finde Frieden – und alles passt», sagt die Seele. (Ganz kurz nach Dieter Lange)
Die praktische Alltags-Antwort: Trinken Sie mehr Kaffee und nehmen Sie so viel Zucker, Überstunden oder andere Energie-Booster wie Sie wollen. Planen Sie jedoch die Täler, Wochenenden und Erholungsphasen sehr sorgfältig ein. Wenn Spitzen gefragt sind, dann üben Sie sich im Managen der Täler.
Und wenn Sie, wie Boris Herrmann nach 60 Tagen auf See, auch noch allein auf den Mast klettern müssen, oder sonst über sich hinauswachsen wollen, dann empfehlen wir folgende Mischungen aus Zucker und Koffein:
Shots: powerbar.eu/powergel-shots
Gels: sponser.ch/liquid-energy-bcaa-strawberry-banana
Mehr Zucker geht nicht, und mehr braucht es auch nicht. Ein kleiner Einblick in den mentalen Plan und die Vorbereitung der Heldenreise von Boris Herrmann lesen Sie hier im PDF aus der FAZ.
Wir wünschen Ihnen einen heiteren Weiterweg und dass Sie viel Klarheit für all Ihre Dilemmas und Widersprüche finden.
Beste Grüsse aus Interlaken
Team ONEDAY
PS: Möchten Sie selbst andere Menschen, Teams und Organisationen stärken, begleiten und bei Dilemmas Klarheit schaffen? Wir suchen Sie als ONEDAY Guide!
